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Gesund durch den Winter: Wie dich die TCM durch die kalte Jahreszeit trägt

vor 2 Tagen
4 Min. Lesezeit

Der Winter lädt dich ein, langsamer zu werden. Wer ihm zuhört, kommt gestärkt ins Frühjahr.

Wenn ich morgens zu den Pferden gehe, ist es jetzt noch dunkel. Der Atem steht in der kalten Luft, die Wiesen sind nass, und alles in mir möchte eigentlich zurück unter die warme Decke.

Früher habe ich dieses Gefühl ignoriert. Ich habe im Winter genauso funktioniert wie im Sommer. Und mich dann gewundert, warum ich im Februar so erschöpft war.

Die TCM hat mir gezeigt: Dieses Bedürfnis nach Rückzug ist kein Schwächezeichen. Es ist genau das, was der Winter von uns möchte.


Der Winter in der TCM: die Zeit des Wassers

In der Traditionellen Chinesischen Medizin gehört der Winter zum Element Wasser. Es ist die ruhigste der fünf Wandlungsphasen.

Schau in die Natur: Die Bäume haben ihre Blätter abgeworfen. Die Säfte ziehen sich in die Wurzeln zurück. Tiere halten Winterruhe. Nichts wächst sichtbar, und doch sammelt sich genau jetzt die Kraft für den nächsten Frühling.

Dem Wasser-Element werden in der TCM Niere und Blase zugeordnet. Die Niere gilt dort als Speicher unserer Lebensenergie, als unser Fundament. Im Winter geht es darum, dieses Fundament zu schützen und aufzufüllen, statt es zu verbrauchen.


Woran du merkst, dass du mehr Unterstützung brauchst

Dein Körper sagt dir früh, wenn ihm der Winter zu viel wird. Meist leise, im Alltag, so dass wir es leicht übergehen:

  • Du frierst schnell, vor allem an Füßen und im unteren Rücken.

  • Du bist müde, auch wenn du genug geschlafen hast.

  • Dir fehlt der Antrieb, alles fühlt sich schwerer an.

  • Du bist innerlich unruhiger oder ängstlicher als sonst.

  • Du greifst öfter zu Kaffee oder Süßem, um durch den Tag zu kommen.

In der TCM-Sicht sind das Hinweise, dass dein Wasser-Element gerade Wärme und Ruhe braucht. Keine Diagnose, sondern eine Einladung, genauer hinzuschauen.


Wärmende Ernährung für die kalte Zeit

Im Winter darf dein Essen dich von innen wärmen. Rohkost, Smoothies und eiskalte Getränke kühlen den Körper zusätzlich ab. Gekochtes, Geschmortes und Suppen sind jetzt deine Verbündeten.

  • Warm frühstücken: ein Porridge mit Zimt, Apfel und Nüssen statt Joghurt aus dem Kühlschrank.

  • Lange gegart: Eintöpfe, Brühen und Ofengemüse, die stundenlang Zeit hatten.

  • Wurzelgemüse: Möhren, Pastinaken, Sellerie, Rote Bete, Kürbis.

  • Dunkle Lebensmittel: schwarze Bohnen, Linsen, Walnüsse, schwarzer Sesam gelten in der TCM als nährend für das Wasser-Element.

  • Wärmende Gewürze: Ingwer, Zimt, Nelke, Kardamom, ein Hauch Pfeffer.

  • Salzig in Maßen: Der salzige Geschmack gehört zum Wasser. Eine Prise Meersalz oder etwas Miso reicht.

Und trink warm: Ingwertee, heißes Wasser oder einen Gewürztee über den Tag verteilt.


Bewegung und Ruhe im Winter

Im Winter geht es nicht darum, dich auszupowern. Es geht darum, in Bewegung zu bleiben, ohne deine Reserven zu leeren.

  • Sanft statt schweißtreibend: Yoga, Qi Gong, ruhige Spaziergänge an der frischen Luft.

  • Tageslicht nutzen: Geh raus, wenn es hell ist, auch wenn es nur zwanzig Minuten sind.

  • Früher schlafen: Die TCM empfiehlt im Winter, früh ins Bett zu gehen und später aufzustehen, so wie die Natur es vormacht.

  • Pausen ernst nehmen: Eine Tasse Tee in Ruhe ist keine verlorene Zeit, sondern Auftanken.

Ich habe gemerkt: Wenn ich im Winter weniger mache, habe ich im Frühling so viel mehr Kraft.

Akupressur: zwei Punkte für deinen Winteralltag

Mit deinen eigenen Händen kannst du dir jeden Tag etwas Gutes tun. Drücke jeden Punkt sanft, aber spürbar, ein bis zwei Minuten lang und atme dabei ruhig.

Punkt

Wo du ihn findest

Wofür er traditionell genutzt wird

Niere 3 (Taixi)

Innen am Fuß, in der Mulde zwischen Innenknöchel und Achillessehne

Stärkt das Wasser-Element, bringt Ruhe und Wärme

Magen 36 (Zusanli)

Vier Fingerbreit unter der Kniescheibe, eine Fingerbreite außen neben dem Schienbein

Gibt Kraft und Ausdauer, wenn die Energie absackt

Ein schönes Abendritual: Füße in warmem Wasser baden und danach Niere 3 an beiden Füßen drücken.


Kleine Winterrituale, die dich tragen

Selbstfürsorge muss nicht groß sein. Gerade im Winter wirken die kleinen Dinge, die du jeden Tag wiederholst.

  • Ein Glas warmes Wasser direkt nach dem Aufstehen.

  • Den unteren Rücken und die Füße immer warm halten, auch mit einem Schal um die Hüften.

  • Abends eine Kerze anzünden statt noch einmal aufs Handy zu schauen.

  • Ein warmes Fußbad mit einer Handvoll Salz vor dem Schlafen.

  • Einmal am Tag kurz innehalten und fragen: Was brauche ich gerade?


Wenn du tiefer eintauchen willst: Bewusst gesund

Die Tipps hier sind ein Anfang. Doch jede von uns trägt die fünf Elemente in einer eigenen Gewichtung in sich. Was mir im Winter guttut, muss nicht genauso für dich passen.

Genau dafür habe ich Bewusst gesund – TCM by Svenja entwickelt. In fünf Live-Terminen über zehn Wochen lernst du:

  • deine eigene energetische Zusammensetzung kennen, über deinen Day Master aus dem Bazi und die fünf Elemente,

  • welche Ernährung und welche Bewegung wirklich zu dir passen,

  • Akupressurpunkte, mit denen du dich selbst unterstützen kannst,

  • und wie du all das Schritt für Schritt in deinen Alltag holst.

Dazwischen begleite ich dich mit wöchentlichen Impulsen per WhatsApp.


Du möchtest dabei sein? Hier findest du alle Infos zu meinem aktuellen Angebot.





Ich freue mich auf dich.

Deine Svenja


Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen deinem Wohlbefinden und der Selbstwahrnehmung. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

 
 
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